Hufrehe, EMS & Cushing

Hufrehe, EMS & Cushing

 

Hufrehe

Hufrehe bezeichnet eine eine diffuse Entzündung der Huflederhaut. Infolgedessen kommt es zu einer Durchblutungsstörung in den Lederhautplättchen. Dies wiederrum führt zu einer Schwellung und Ödemen, was sehr schmerzhaft ist und die Pferde dazu veranlasst die typische Rehehaltung (weit nachvorne gestreckte Vordergliedmaßen) einzunehmen, um den Schmerz weitestgehend zu mindern. Der Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen führt dazu, dass sich die Verzahnung von Lederhautplättchen und Hornplättchen löst. Besteht die Entzündung länger als 48h wird die Rehe als chronisch bezeichnet und die Folgen können eine Absenkung des Hufbeins und eine Rotation des Hufgelenks sein. Hier senkt sich die Hufbeinspitze Richtung Boden und Sohlenhorn und Hufbein liegen nicht mehr parallel zueinander. Im schlimmsten Fall kann das Hufbein durch die Sohle brechen oder es kommt zum Ausschuhen. Hier löst sich die Hornkapsel komplett vom Hufbein.

 

Lange Zeit dachte man, dass eine Überversorgung mit Eiweiß einer der Hauptursachen für einen Reheschub war. Diese These konnte die Forschung jedoch wiederlegen und heute weiß man, dass ein Überangebot an leichtverdaulichen Kohlenhydraten (Zucker, Stärke) Rehe auslösen kann. Diese Kohlenhydrate sind in Getreide, wie Hafer, Mais und Gerste, aber auch in Obst, wie Karotten und Äpfeln enthalten. Auch Gras ist ein Lieferant für leicht verdauliche Kohlenhydrate und zudem für Fruktan. Fruktane sind Mehrfachzucker, die besonders von Pflanzen im Wachstum als Kohlenhydratspeicher eingelagert werden. Besonders jetzt, wenn die Weiden abgefressen sind und die Morgenstunden wieder kühler werden, ist das Gras besonders fruktanreich und stellt somit einen Reheauslöser dar.

 

Auslöser der Hufrehe

 

Neben einer ungeeigneten Fütterung (Überangebot an Zucker und Stärke) können auch weitere Ursachen eine Hufrehe auslösen. So können beispielsweise eine Vielzahl an Primärerkrankungen, wie das Equine Chushing Syndrom (ECS) oder das Equine Metabolische Syndrom (EMS) für die Entwicklung einer Hufrehe verantwortlich sein. Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um Stoffwechselstörungen. Beim ECS kommt es zu einer übermäßigen Cortisol Ausschüttung aus der Nebenniere und infolge dessen wird der Blutzuckerspiegel nicht mehr so streng kontrolliert. EMS tritt vor allem bei übergewichtigen Pferden auf und Hormone, die aus dem Fettgewebe freigesetzt werden, können zu einer Insulinresistenz führen, was wiederum ebenfalls zu einer Entgleisung des Blutzuckerspiegels führt. Somit sind beide Syndrome mit einer Störung des Zuckerstoffwechsels assoziiert und können im schlimmsten Fall in einer Hufrehe enden. Die Hyperlipidämie stellt eine Entgleisung des Fettstoffwechsels dar und es sind überwiegend Ponies und Esel betroffen. Hier kommt es infolge von Stress oder einer Unterversorgung (im Anschluss an ein Überangebot an Nährstoffen) zu einer massiven Freisetzung von Fettsäuren aus dem Fettgewebe. Diese können zu einer Fettleber führen, wenn die Leber überlastet wird. Hinzu kommt, dass übergewichtige Ponies oft bereits an einer Insulinresistenz leiden. Insulin hemmt die Freisetzung von Fettsäuren, reguliert den Blutzuckergehalt und fördert die Aufnahme von Zucker als in die Körperzellen.

 

Weitere Auslöser von Hufrehe können Schilddrüsenerkrankungen, Zyklusstörungen bei der Sute und Kreuzverschlag darstellen. Auch Koliken und Darmentzündungen infolge von Durchfallerkrankungen können eine Rehe auslösen. Bei Koliken kann es zu einer Vergiftung durch Gärprozesse im Dickdarm kommen. Die hier entstandenen Toxine gelangen über die Darmwand ins Blut und können so zu einer Entzündung der Huflederhaut führen.

 

Auch eine Überlastung des Hufes, z.B. langes Laufen auf hartem Boden, übermäßige Belastung und die Hufbearbeitung, sind als Auslöser für Hufrehe bekannt. Lange Stallphasen, beispielsweise aufgrund einer Verletzung und einer daraus resultierdenen Ruhigstellung des Beins, sind ebenfalls Reheauslöser, da es zu einer Störung der Blutzirkulation und infolge dessen einer Entzündung der Huflederhaut kommen kann.

Nicht zuletzt spielen auch Vergiftungen eine wichtige Rolle für Hufrehe. Hier wären Intoxikationen infolge von Nachgeburtsverhalten bei der Stute und Vergiftungen durch Pflanzen, Herbizide und Pestizide zu nennen. Ebenso kann eine Medikamentengabe, wie z.B. Cortison, zu Hufrehe führen. 

 

Hier geht es direkt zu unseren Produkten für stoffwechselempfindliche Pferde!

 

Fütterung von Rehepferden

 

Bei an Hufrehe erkrankten und rehegefährdeten Pferden ist eine spezielle Diätetik notwendig. Dies bedeutet, dass auf spezielle Futtermittel, insbesondere zucker- und stärkehaltige Futtermittel verzichtet werden muss. Durch die notwendige Reduktion von beispielsweise frischem Weidegras kommt es aber auch zu einer eingeschränkten Versorgung an lebensnotwendigen Nähr- und Vitalstoffen. Die Grundnahrung (Heu und Stroh) hat deutlich geringere Gehalte an Vitalstoffen, wird oft künstlich gesät und kommt mit Chemikalien und anderen naturfremden Stoffen in Kontakt bzw. wird oft mangelhaft verarbeitet, worunter die Qualität stark leidet. Dies belastet nicht nur den Stoffwechsel stark, sondern führt oft zum Vitalstoffmangel in der Nahrung und kann somit die gesamte Vitalität und alle Körperfunktionen durch einen ernährungsbedingten Vitalstoffmangel stark einschränken. Die Zielsetzung einer angepassten Fütterung verlangt somit diese Nähr- und Vitalstoffe gezielt zu ergänzen, um ernährungsseitigen Mangel zuverlässig zu vermeiden und dem Körper des Pferdes alle Nähr- und Vitalstoffe zur Verfügung zu stellen, die er für seine Funktion benötigt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Vitalität und Wohlbefinden. Mit unserer langjährigen Erfahrung im problemorientierten Einsatz von lebenswichtigen Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, präbiotischen Vitalstoffen, Kräutern und sekundären Pflanzennährstoffen haben wir speziell für empfindliche Pferde eine hochwertige und ganzheitliche Vitalstoffergänzung in Premium-Qualität entwickelt, welche sich durch folgende Merkmale auszeichnet und seit Jahren von Tierärzten, Therapeuten und Pferdebesitzern mit großer Zufriedenheit eingesetzt werden:

 

- hochverfügbare Rundum-Versorgung mit allen lebenswichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen in höchster Qualität

 

- speziell angereichert mit essentiellen Aminosäuren zur Unterstützung der Muskulatur und gesamten Zellbildung

 

- darmunterstützender Vitalstoffkomplex und Mykotoxinschutz aus speziellen Hefen, B-Vitaminen und Bentoniten

 

- problemorientierte Versorgung mit sekundären Pflanzeninhaltsstoffen

 

- Einsatz von hochdosierten organisch gebundenen Spurenelementen (Zink, Kupfer, Mangan, Selen)

 

- hoher Anteil an Antioxidantien für einen aktiven Zellschutz • gezielte Versorgung mit B-Vitaminen und Lecithin zur Unterstützung der Leber

 

- Wahl gezielter Trägerstoffe, um stoffwechsel- und immunsystembelastende Stoffe konsequent zu vermeiden

 

Neben der Versorgung mit allen lebenswichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen noch ein paar Tipps zur Fütterung von Pferden mit Hufrehe- und/oder Stoffwechselempfindlichkeit:

 

- bedarfsgerechte Mengen an Heu (eventuell in Kombination mit Stroh) ca. 1,5 bis 2,0 kg Heu je 100 kg Körpergewicht

 

- auf Fruktan- und Zuckergehalt des Heus achten - eventuell Heu wässern

 

- Zucker und Stärke reduziert füttern (Vorsicht mit Getreide und Kraftfutter)

 

- ausreichende Versorgung mit Aminosäuren (über ATCOM REHE-VITAL)

 

- Bei Übergewicht langsame Gewichtsabnahme (Gefahr der Hyperlipämie)

 

- Futtermittel mit niedrigem glykämischen Index verwenden (wir empfehlen unmelassierte Rübenschnitzel)

 

- Diätetische Maßnahmen zur Unterstützung der Dickdarmflora (B-Vitamine, Bentonite; in  ATCOM REHE-VITAL enthalten)

 

Jedes Pferd ist anders. Dies gilt auch ganz besonders für Rehepferde. So kann es bei manchen Pferden kein Problem darstellen, wenn sie z.B. eine halbe Stunde täglich aufs Gras dürfen. Auch ein Stück Apfel oder eine Möhre wird von vielen reheerkrankten Pferden toleriert. Allerdings kann umgekehrt aber auch ein zu zuckerhaltiges Heu (dies gilt insbesondere bei Zuckergehalten ab 15 %) bei besonders empfindlichen Pferden bereits einen Reheschub auslösen. Hier ist dann von einer Zufütterung von Gras und Obst (auch in noch so kleinen Mengen) unbedingt abzuraten! Ebenso kann es hier dann notwendig sein, das Heu zu wässern und so den Zuckergehalt etwas zu senken. Aber wie bereits erwähnt, jedes Pferd ist anders und reagiert anders auf ein Futtermittel. Wenn die Grundfütterung (ausreichend Heu und eine bedarfsdeckende Versorgung mit allen lebenswichtigen Vitalstoffen) passt, ist vielen stoffwechselempfindlichen Pferden bereits sehr geholfen. Wird zusätzlich noch darauf geachtet die Stärke- und Zuckerzufuhr auf ein Minimum zu beschränken, steht einem unbeschwerten Pferdeleben auch für Rehepatienten nahezu nichts mehr im Wege.

 

ATCOM REHE-VITAL -  Rundumversorgung für reheempfindliche Pferde

Stoffwechselstörungen führen immer häufiger zur Empfindlichkeit des Pferdehufes. Infolgedessen kann es zu einer massiven Störung der Hufe kommen und die Reheempfindlichkeit kann enorm steigen. Längst leiden nicht nur Ponys und Robustrassen an einer Reheempfindlichkeit, sondern auch Großpferde. Das Grad der Empfindlichkeit der Hufe ist sehr unterschiedlich und neben Stoffwechselstörungen sind einen Vielzahl anderer Ursachen hierfür möglich (siehe Grafik). Bei einer solchen Reheempfindlichkeit stellen die Pferde besondere Ansprüche an die Ernährung. Meist ist eine spezielle Diätetik notwendig, die eine Reduktion von Zucker und Stärke in der Fütterung verlangt. Diese Einschränkung in der Fütterung und Haltung, die in vielen Fällen auch einen Verzicht oder eine starke Einschränkung des Weidegangs verlangt, führt jedoch zu einer Verringerung an vielen Vitalstoffen. Gerade die Versorgung an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren ist oft aufgrund der Diätetik eingeschränkt und führt bei der zusätzlichen empfindlichen Stoffwechsellage schnell zum Mangel an essentiellen Nährstoffen und Vitalstoffen. ATCOM REHE-VITAL bietet eine komplette und gezielte Rundumversorgung mit allen lebenswichtigen Vitalstoffen und eignet sich speziell für rehe- und stoffwechselempfindliche Pferde. Die hochwertige Zusammensetzung ist zucker- und stärkearm.

 

Hier geht es direkt zu unserem ATCOM REHE VITAL!

 

ATCOM ECS-Vital – Rundumversorgung für stoffwechselempfindliche Pferde

Vor allem ältere, aber auch jüngere Pferde können von Stoffwechselproblemen, wie zum Beispiel dem equinen Cushing Syndrom (ECS), betroffen sein. Im Falle einer solchen hormonellen Störung, die oft mit einer zusätzlichen Reheempfindlichkeit einhergeht, steigt der Bedarf an lebenswichtigen Vitalstoffen, wie Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Diese Nährstoffe bilden die Grundlage für das Wohlbefinden, den Stoffwechsel und die Immunabwehr eines Pferdes. Über eine optimale Fütterung muss versucht werden, diese erhöhten Bedarfszahlen abzudecken. ATCOM ECS-VITAL versorgt als Mineralfutter in Premiumqualität alle betroffenen stoffwechselempfindlichen Pferde mit einem breiten und speziell an das Alter angepassten Spektrum der lebenswichtigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Organisch gebundene Spurenelemente (Zink, Mangan, Kupfer und Selen) zeichnen sich durch eine besonders gute Verwertbarkeit des Körpers aus und können so den erhöhten Bedarf abdecken. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin E, dem eine antioxidative und somit zellschützende Wirkung zugeschrieben wird. Da bei älteren Pferden oft die körpereigene Synthese von Vitamin C und den B-Vitaminen nicht mehr ausreichend ist, wurde hier ebenfalls auf eine bedarfsdeckende Versorgung geachtet. Zusätzlich zeichnet sich das ECS-Vital durch verdauungsunterstützende Kräuter, Lecithin und Bentonit-Montmorillonit aus. Die Vitalstoffvielfalt wird so durch eine den Darm und die Leber unterstützende Komponente erweitert. Die besondere Zusammensetzung ist frei von Melasse, Getreidebestandteilen und Traubenzucker und daher zucker-und stärkearm, was besonders für stoffwechselempfindliche Pferde mit einer zusätzlichen Rehegefährdung relevant ist. Die enthaltenen Wirkstoffe können den Fellwechsel erleichtern, für einen intensiveren Glanz des Haarkleides sorgen, das Hufhorn gezielt mit Biotin und essentiellen Huf-Nährstoffen (Methionin, Cystin, Lecithin, Zink) versorgen und auch den Muskelaufbau bzw. Muskelstoffwechsel unterstützen. Somit ist das Pferd auf Grund der hochwertigen Nährstoffzusammenstellung durch ATCOM ECS-VITAL optimal rundumversorgt.

 

 Hier geht es direkt zu unserem ATCOM ECS VITAL!