Das Equine Metabolische Syndrom (EMS)

Es ist die Wohlstandserkrankung unserer Pferde und wird auch Equines Metabolisches Syndrom oder EMS genannt. Die Stoffwechselkrankheit resultiert aus einer konsequenten Energieüberversorgung durch das Futter bei gleichzeitig zu geringer Leistungsanforderung und damit zu geringem Energieverbrauch. Eine Vielzahl an gesundheitlichen Folgen können durch EMS entstehen. Eine angepasste Fütterung mit gleichzeitiger Sicherung des Nährstoffbedarfs ist bei einer solchen Diagnose von immenser Bedeutung.

EMS Pferd – was ist genau EMS?

Mit dem Begriff Equines Metabolisches Syndrom (EMS) wird ein Symptomkomplex beschrieben, der verschiedene metabolische (den Stoffwechsel betreffende) Veränderungen zusammenfasst.

EMS Pferd – Symptome

Folgende Symptome können beobachtet werden:

  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Insulinresistenz / Insulindysregulation
  • Hufrehe
  • Dyslipidämie (Störung Fettstoffwechsel)
  • Hyperleptinämie (Lipoproteine im Blut erhöht)
  • Arterielle Hypertension
  • Veränderter Reproduktionszyklus
  • Erhöhte Konzentration von Entzündungsmarkern

EMS Pferd – Ursachen einer EMS Erkrankung

Durch eine dauerhafte Energieüberversorgung über das Futter jeglicher Art in Kombination mit einem geringen Energiebedarf durch z.B. Bewegungsmangel, kann eine immense Ansammlung von Fettgewebe entstehen und zu Adipositas bzw. Fettleibigkeit führen. Fettgewebe ist nicht mehr nur für die Aufgabe als Energiespeicher bekannt, sondern ebenfalls als ein bedeutsames Stoffwechselorgan. Fettzellen werden unter anderem die Bildung bestimmter Zytokine, Hormone und Enzyme zugeschrieben. Durch eine Überproduktion dieser sogenannten Mediatoren wird die häufig gemeinsam auftretende Insulinresistenz erklärt. Nachführend kann die Insulinansammlung im Blut zur Sekundärkrankheit Hufrehe führen.

EMS Pferd – richtig Füttern, aber wie?

EMS-Pferde sollten einer Diät unterzogen werden. Bitte beachten Sie, dass gerade bei adipösen trächtigen Stuten oder bei einer akuten Hufrehe-Erkrankung auf eine plötzliche energiearme/ -restriktive Rationsumstellung abgesehen werden soll, da dies zu einer Folgeerkrankung führen kann. Bei allen anderen Pferden sollte die Ration energiearm zusammengestellt werden. Eine adäquate Heuversorgung von maximal 1,5 kg pro 100 kg Körpermasse sollte zur Verfügung gestellt werden. Um die Fressdauer zu erhöhen und das Kaubedürfnis der Pferde zu befriedigen, empfiehlt sich die Gabe des Raufutters über ein engmaschiges Heunetz oder über doppelte Heunetze. Zur Reduktion des Energiegehaltes kann Futterstroh der Ration beigemengt werden. Um den Zuckergehalt im Heu zu reduzieren, kann das Heu über mehrere Stunden im Wasser ausgewaschen werden. Geringe Gaben von Luzernecobs liefern auf natürliche Weise essentielle Aminosäuren und kann dem Muskelabbau entgegenwirken. Gerade bei der Gewichtsreduktion sollte auf eine ausreichende Versorgung mit den essentiellen Nährstoffen geachtet werden! Hier eignet sich vor allem unser ATCOM ECS-VITAL. Die im ECS-VITAL enthaltenen Vitalstoffe unterstützen den gesamten Stoffwechsel und versorgen das Pferd vollumfänglich mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Dieses Produkt ist hoch dosiert und enthält ein Plus an muskelunterstützenden Nährstoffen, um so dem Abbau von Muskulatur entgegenzuwirken. Meiden Sie Futtermittel mit einem hohen glykämischen Index (z.B. Äpfel, Karotten, mit viel Melasse versetze Futtermittel…).

Unsere Tipps zur Fütterung von EMS-Pferden

Diätische Maßnahmen zur Reduktion des Gewichts können beispielhaft wie folgt aussehen:

  • 1 kg Heu / 100kg Körpermasse (aus engmaschigen oder doppelten Heunetzen)
  • 0,4 kg Stroh / 100kg Körpermasse
  • 0,1kg Luzernecobs / 100kg Körpermasse
  • 20g ECS-VITAL / 100kg Körpermasse
  • Salz / Salzleckstein

Zusätzlich zu den diätischen Maßnahmen sollte die Bewegung erhöht werden, sofern es die Gesundheit des Pferdes zulässt. Denn bereits moderate Bewegung verbessert die Insulinwirksamkeit!



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